Kino- Review: Sherlock Holmes
Wir befinden uns in London Ende des 19. Jahrhunderts. Lord Blackwood treibt sein Unwesen. Nur einer kann ihm das Handwerk legen. Sherlock Holmes. Doch er ist nicht alleine. Sein guter Freund Watson steht ihm stets zur Seite. Und so stürzen sie sich gemeinsam in ein weiteres Abenteuer.
Sherlock Holmes. Ein intelligenter, höflicher, zuvorkommender Mann. Nicht in der Welt des Regisseurs Guy Ritchie. Sherlock Holmes ist eine verwirrte, freche und sarkastische Persönlichkeit. Eines haben jedoch beide Vorstellungen gemeinsam: Sherlock Holmes glänzt durch sein helles Köpfchen. Ihm fallen Dinge auf, die jedem Normalsterblichen entgehen. So schafft er es auch, die kompliziertesten Fälle zu lösen. Unterstützung bekommt er hierbei von seinem guten Freund und Kollegen Watson.
Doch dieses Mal müssen sie einen besonders kniffligen Fall lösen. Lord Blackwood treibt sein Unwesen in London. Sein Treiben hat schon viele junge Frauen das Leben gekostet. Doch Holmes und Watson, der ausgebildeter Arzt ist, schaffen es, Lord Blackwood zu schnappen und dieser wird hingerichtet. Ende gut, alles gut? Weit gefehlt. Mysteriöser Weise ist die tonnenschwere Grabplatte auf Lord Blackwoods Grab gebrochen. Und von der Leiche keine Spur. Eigentlich kein Problem für die beiden Schnüffler, doch Watson hat die Zusammenarbeit mit Holmes nach dem letzten Fall eigentlich beendet, da er aus der gemeinsamen Wohnung aus- und mit seiner Verlobten zusammenzieht und sich nur noch seinem Leben als Arzt widmen möchte. Doch Holmes weiß, wie er ihn geschickt ködert, und so beginnen sie Lord Blackwood auf die Spur zu kommen. Dabei machen sie Bekanntschaft mit einem französischen „Riesen“, einem rothaarigen Zwerg und natürlich spielen auch Frauen eine große Rolle. Besonders Irene Adler, die große Liebe von Holmes. Auf der Suche nach Lord Blackwood sehen die beiden nicht nur einmal dem Tod ins Auge und machen auch Bekanntschaft mit dem Gefängnis.
Der Film überzeugt durch seine bestechend witzigen Dialoge und seine geniale Besetzung. Robert Downey jr. glänzt in seiner Rolle als Sherlock Holmes und man spürt förmlich die Harmonie zwischen ihm und Jude Law, der Watson spielt. Den Film prägt ein sehr feiner und sarkastischer Humor. Weiters zeichnet sich „Sherlock Holmes“ durch seine Komplexität, die manchmal für Verwirrung sorgt, aus. Guy Ritchie versucht diese Komplexität durch sehr anschauliche Lösungen zu mindern. Dies gelingt ihm meistens auch sehr gut.
Die Spannung, ob sie den Fall lösen können, wird den ganzen Film über aufrechterhalten, sodass man bis zum Schluss unsicher ist, wie das Abenteuer enden wird. Werden es Holmes und Watson schaffen, Lord Blackwood das Handwerk zu legen? So viel sei gesagt: Ein Charakter wird schwer verletzt, einer stirbt, einer wird festgenommen und einer erhängt sich.
- Hannah Poppenwimmer

