Interview: Futureart
Der Himmel ist blau, das Gras ist grün, die Sonne scheint und eine Ente dackelt munter durch die Gegend. So im Burggarten. Philipp Timmelmayer von Futureart und VIENNARAMA machen ein sonntägliches Picknick und plaudern über Musik und die Welt.
V: Wie lang gibt’s Futureart? Wie ist es entstanden und wo kommst du eigentlich her?
Philipp: Ich komme aus Wien, Futureart gibt’s seid ungefähr 2 Jahren. Entstanden ist Futureart aber vor 8 Jahren. Da habe ich 2 Tage lang nur musiziert, alle möglichen Gitarrensoli ausprobiert und mit vielen Effekten experimentiert. Damit hatte es sich aber auch schon. Es war eher ein Test. So habe ich mir spacige Zukunftsmusik vorgestellt und nannte es Futureart.
V: Wodurch zeichnest du dich aus?
Philipp: Es gibt Singer Songwriter, die mit ihrer Stimme überzeugen wie Jason Mraz und Paolo Nutini. Irgendwann bin ich drauf gekommen, dass das bei mir nicht so ganz funktioniert und deswegen wollte ich etwas einzigartiges machen. Akustik und Beat ist mal etwas anderes, aber es klappt und die Konzerte sind genial.
V: Kannst du was über deine Instrumente erzählen?
Philipp: Ich war ja vorher Singer Songwriter. Da hieß es dann Akustische, Gesang und jede Menge Liebeslieder. Aber ich wollte nie weg von dem Akustischen. Ich habe mir damals schon den Looper gekauft und habe angefangen Beatmusik und Drum’n’Base zu hören wie Pendulum. Die Beats waren am Anfang nur ein Metronom. Ich habe es verwendet, damit es einen Beat vorgibt und das Megaphon wollte ich nutzen, um meine Stimme zu verzerren.
V: Gibt es Bands, die dich in deinem Musikstil beeinflusst haben?
Philipp: Mit 8 Jahren habe ich Nevermind von Nirvana bekommen. Bands wie Arctic Monkeys, Kooks und Milkplus finde ich auch sehr toll.
V: In welchem Musikgenre würdest du dich selbst einordnen?
Philipp: Also viele meinen ich klinge wie Beck, was ich überhaupt nicht finde. Ich würde eher Singer Songwriter mit Akkustik ,Looper, Megaphon und Beats dazu sagen. Eigentlich würde ich auch gern einmal wissen, was ich da mache. Aber vielleicht ist es gut, dass man es nicht weiß. So kann ich machen was ich will.
V: Was ist deine Message mit deiner Musik?
Philipp: Spaß haben, Leute beim Konzert motivieren und publikumsbezogen arbeiten. Ich habe da ja diese Verkleidungsgeschichten, Inspektor Gadget und Jägermeister Spiele. Ich glaube die meisten Menschen gehen auf Konzerte, weil sie Spaß haben, tanzen und etwas Neues hören wollen.
V: Zerokills und Mutation Invasion handeln ja eher von politischen Themen…
Philipp: Da will ich mich eigentlich davon entfernen. Ich habe politisch wenig zu sagen und will das auch nicht. Wenn man genauer hinhört merkt man, dass die Texte sehr offen sind und nicht nur ein Thema behandeln. Es ist ein bisschen Wirr, aber das ist auch gut so. Ich glaube es muss nicht immer am Punkt sein. In einem Lied geht es z.B. um geklonte Schafe und Kinderpornos.
V: Was strebst du an? Fame & Fortune?
Philipp: Sicher. Ich glaube man muss schon das Ziel haben, das Musik der Hauptbestandteil ist. Sobald man das nur bei einem Hobby belässt geht nichts weiter. Ich habe zur Zeit einen 40-Stunden-Job und bin als Kameraassistent ziemlich eingespannt und habe auch eine Beziehung. Aber ich will auf jeden Fall weiterkommen. Mein Ziel wäre es eine CD aufzunehmen und auf Tour zu gehen.
V: Deine nächsten Projekte?
Philipp: Songs schreiben fürs Album:)
©Futureart
©Viennarama
-Kristina Kirova

