Album- Review: For The Love Of Ghosts
For The Love Of Ghosts nennt sich das kürzlich erschienene Album der Badner Band Phi. VIENNARAMA hörte hinein und versank in eine geisterhafte Welt.
Nicht-kommerziell
Markus Bratusa, Nick Koch und Arthur Darnhofer-Demàr sind Phi. 2008 gewannen die Musiker den Falco-Preis und wurden trotz oder gerade wegen ihrem nichtkommerziellen Stil als beste Band gekürt. Das Trio vereint Progressive Rock und Metal. Wie das klingt erklärt sich am besten anhand ihres neuen Albums.
Geisterhafte Gänsehaut
For The Love Of Ghosts erschien am 1.Juli. Sieben Lieder sind auf dem Album. Als erstes sticht die Überlänge mehrerer Tracks ins Auge. Die neun Minuten Grenze wird zwar überschritten, aber so manches Stück braucht seine Zeit bis es sich entfaltet. Bei Porcupine Tree ist das nicht selten der Fall. Dann hört man auf weiter nachzugrübeln, legt die CD ein und bekommt eine geisterhafte Gänsehaut.
Ein Urknall
In Desire wechseln sich trommelartige Riffs mit sanften Melodien ab. Bei Surgical Cut Part 1 hört man als erstes ein elektronisches Flimmern. Der Ton scheint in der Luft zu schweben. Auf einmal tönt ein Urknall, der einen erzittern lässt. Das ist kein Geist, sondern Wintersong. Eine Geige streicht drei Töne an, elektronische Klänge führen das Motiv weiter bis ein trauriger Text die Vergänglichkeit dieser Welt erklärt. Von ihrer Entwicklung her erinnern die Lieder ein wenig an Tool.
„We need to loose our mind“
Die Stimme des Sängers ist satt und kräftig und erinnert an eine Opernarie. In Epilog lässt sie einen innerlich beben. „We need to loose our mind“ tönt es aus dem Lautsprecher, während den Hintergrund die Akkustikgitarre untermalt. Clean und markerschütternd. Ob Phi auf der Bühne genauso in ihren Bann ziehen wie am Album kann man am 7.Juli selbst sehen. Da spielen die Musiker im Wiener Unplugged.
Fotocredits:
(c) Phi
-Kristina Kirova

