Interview: Chords’n'Coffee

Chords'n'Coffee

Es ist jetzt schon eine Weile her und doch kommt es einem vor wie ein Sommernachtstraum: Da sitzt man wieder einmal im Phil und lässt den Abend ausklingen. Bier, Aperol, Premium Cola, Schmäh-ole. Natürlich fallen einem Mikros, Boxen und Kabelsammelsurium auf, doch man ahnt ja nicht welch Überraschung dahinter steckt. Dann treten drei Jungs vor und legen auf ihren Akkustikinstrumenten los. Sie nennen sich Chords’n'Coffee.

 

Stimmgewaltig wie Chuck Ragan und rau wie Tom Waits. Da fließen Herz und Schweiß und die Jungs ziehen das ganze Publikum in ihren Bann. Wir sind hin und weg, müssen sogar ein bisschen sabbern. Auf ihrer Website heißt es kurz und knackig “Chords’n'Coffee lassen sich keiner gängigen Schublade zuordnen”. Das ist nicht genug. VIENNARAMA wollte mehr wissen und fragte nach.

 

Ihr hattet am 14.Juni Geburtstag. Wie alt seid ihr geworden?

Wir sind drei Jahre alt geworden und haben in einer alten Garnitur der österreichischen Bundesbahn auf dem Weg von Wien nach Oberösterreich das Licht der Welt erblickt. Wobei einer von uns dreien eine Spätgeburt war.

 

Im Bandnamen steckt nur “Chords” – wie steht es mit anderen Instrumenten?

Der Bandname selbst ist aus vielen langen Nachmittagsjams entstanden, da bei diesen Treffen der Kaffee natürlich nicht fehlen darf. Ohne Akkorde auf der Gitarre geht auch nicht allzu viel. Neben Gitarre und Bass wird auch fleißig auf die Cajon sowie diverse Percussionsintrumente eingeschlagen. Zu den Stimmen der beiden Sänger mischt sich zudem auch des Öfteren eine Mundharmonika oder eine Melodika.

 

Im Film Coffee and Cigarettes geht es darum, wie die Kaffeehauskultur Menschen zusammen und unterschiedliche Situationen hervor bringt. Was hat es mit Chords’n'Coffee auf sich?

Chords’n’Coffee sind zwei wesentliche Dinge, ohne die wir nicht leben können. Chords steht in diesem Fall für die Musik allgemein. Wir spielen Konzerte, zu den Menschen zusammen kommen, was ja eigentlich immer neue Situationen schafft.

 

Habt ihr eigene Songs oder macht ihr Cover?

Solange uns die Ideen für eigene Songs nicht ausgehen, spielen wir nur Selbstkomponiertes. Sollte sich das in den nächsten Jahren ändern, kaufen wir E-Gitarren und ein Schlagzeug und spielen Covers auf Bällen und Pensionistengeburtstagen.

 

Ein Interviewpartner sagte einmal, dass er Schubladendenken ablehnt und Musik in Farben beschreibt. Welche Farbe hätte Musik für euch?

Aus dem Bauch heraus: Weiß mit schwarzen Punkten.

 

In Chocolate Jesus singt Tom Waits “Don’t memorize the books of the Bible, I got my own special way”, was macht euch besonders?

Wir halten es da gerne mit diesem Zitat: „Remember, you are unique. Just like everybody else“ – Anonym.

 

Wie würdet ihr jemandem, der euch nicht kennt, eure Musik beschreiben?

Stell dir Musik vor, die Spaß macht und keine Einschränkungen durch Genres oder Lifestyle kennt oder komm gefälligst zu einem Konzert von uns.

Fotocredits:

Chords ‘n’ Coffee

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