Was passiert, wenn man den Gründer von Regionalis und die Gründerin von VIENNARAMA zum Doppelinterview bittet? Wir verraten es euch. Peter und Hannah haben uns einen Einblick in ihre Gedankenwelt gewährt, verraten uns, was man von der Kooperation erwarten darf, und geben ihren persönlichen Wiener Geheimtipp! Man darf gespannt sein!

Wie ist es zur Kooperation zwischen Regionalis und VIENNARAMA gekommen?

Peter: Hmm, das ist eigentlich eine wirklich gute Frage. Ich glaube, begonnen hat alles dank der Marlene. Sie ist ja quasi unser Bindeglied, nachdem ich sie von VIENNARAMA zu Regionalis gelotst hab (lacht). Nein, im Ernst, sie war ja vor Regionalis bereits lange bei VIENNARAMA involviert und nachdem es viele thematische Gemeinsamkeiten gibt, hat sie ein Treffen mit Hannah vorgeschlagen und in die Wege geleitet. Und eigentlich war nach diesem Treffen alles bezüglich Kooperation klar. Ich wollte mal schauen, wie eine Kooperation aussehen könnte und Hannah ist gleich mit einer ausgearbeiteten Roadmap gekommen. Da kann man eigentlich nur noch “Ja” sagen und dankbar sein.

Hannah: Ich verfolge Regionalis schon seit Anfang an und war begeistert von der Idee und den Inhalten. Quasi ein Fan der ersten Stunde (lacht). Erfahren habe ich von Regionalis über Marlene, die bei VIENNARAMA ja schon seit Jahren aktiv und Mitgründerin von Regionalis ist. Sie hat Peter und mich einander vorgestellt. Nachhaltigkeit hat mich immer schon interessiert – thematisch hat es bis jetzt jedoch nicht wirklich zu 100 % zu VIENNARAMA gepasst. Das Interesse war da, aber die Plattform und der Kontext um darüber zu schreiben nicht. Ich bin ein Fan von Kooperationen: Statt Konkurrenzdenken lieber von den Stärken der anderen zu lernen und zu profitieren, und schlussendlich gemeinsam noch vielfältiger und mit mehr Power in die Zukunft starten! Die Kooperation mit Regionalis ist, denke ich, eine große Chance, unseren Lesern zu zeigen, dass das Thema Nachhaltigkeit in vielen Themenbereichen steckt – so auch in Kunst und Kultur.

Auf welche Inhalte dürfen sich eure Leser freuen?

Hannah: Für uns ist natürlich interessant, die nachhaltigen Aspekte im Kunst- und Kulturbereich zu thematisieren und zu zeigen wie nachhaltig Wien ist und wo man beispielsweise regionale Geschäfte finden kann.

Peter: Unser Fokus liegt auf regionalen Produzenten und Initiativen. Wir suchen die Hidden Champions, also eher kleine Produzenten, die coole, außergewöhnliche Produkte herstellen und denen mehr Aufmerksamkeit zukommen sollte. Nachdem viele von ihnen aus Wien sind und einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit legen, bietet es sich an, diese den Lesern von VIENNARAMA und Regionalis gemeinsam vorzustellen. Das heißt von nachhaltigen sozialen Projekten bis hin zum Greißler ums Eck wird da einiges Interessantes dabei sein.

Was sind eure Erwartungen an die Kooperation?

Peter: Puh … (überlegt), ich glaub, das muss ich aus zwei unterschiedlichen Perspektiven heraus beantworten. Generell wünsche ich mir, dass wir durch unsere Zusammenarbeit wirklich coole und gute Projekte unterstützen können, indem wir mit vereinten Kräften mehr Leute erreichen und mehr Bewusstsein schaffen. Für mich beziehungsweise uns von Regionalis ist es die erste Kooperation. Also insofern ist es etwas ganz Besonderes und wir freuen uns auf eine neue Dynamik, die durch Hannah hinzukommt. Ob Hannah weiß, worauf sie sich da eingelassen hat? (lacht)

Hannah: Meine größte Hoffnung ist es, Neues zu lernen. Ich beschäftige mich seit Jahren mit Kunst & Kultur, Nachhaltigkeit stand allerdings wenig im Fokus. Ich fange hier quasi bei Null an und freue mich sehr darauf, Menschen aus dem Bereich kennenzulernen und an ihrem Wissen teilzuhaben. Wenn man jahrelang im selben Team arbeitet, stellt sich natürlich auch eine gewisse Routine ein. Hier mit neuen Menschen zusammenzuarbeiten ist spannend, da man neues Feedback und konstruktive Kritik bekommt. Das finde ich jetzt noch sehr bereichernd – mal sehen wie ich in ein paar Monaten darüber denke! (lacht) Ich bin gespannt, was uns alles erwartet und denke, wir haben sowohl menschlich als auch arbeitstechnisch gute Voraussetzungen, dass es super wird.

 

Wie bist du zu dem Entschluss gekommen, einen Onlineblog zu gründen?

Hannah: Wenn ich ehrlich bin, war mein Auslöser, um VIENNARAMA zu gründen, ein furchtbares Praktikum, nach dem ich mir gedacht habe, dass ich nie wieder jemandem Honig ums Maul schmieren will, damit ich schreiben kann. Das war das Einzige, was ich immer wollte: schreiben, schreiben, schreiben. Diese Passion hab ich mir vor fast sieben Jahren mit VIENNARAMA ermöglicht. Die Themenschwerpunkte und Interessen haben sich mit der Zeit gewandelt, aber die Freude am Schreiben ist geblieben und wird hoffentlich auch immer bleiben.

Peter: Ganz am Anfang, als die erste Idee für Regionalis als Online-Marktplatz da war, habe ich zwar schon gewusst, wohin die Reise gehen soll, aber war auch so realistisch zu wissen, dass es bis dahin ein weiter Weg ist. Nachdem ich aber unbedingt loslegen wollte, hab ich mir ziemlich banal gedacht: “Naja, machst halt das, womit du morgen beginnen kannst.” Und das war eben das Bloggen. Sorry, ist eigentlich nicht so eine sexy Story. (zwinkert neckisch)

Euer Lebens- und Schaffensbereich ist Wien – was macht die Stadt für euch zu etwas Besonderem?

Hannah: Ich liebe an Wien, dass es alle Vorteile einer Großstadt bietet, aber gleichzeitig auch die eines Dorfes. Ich bin in 30 Minuten praktisch überall in der Stadt. Sei es beim Stephansdom oder am Cobenzl – von der pulsierenden Innenstadt mitten ins Grüne in kurzer Zeit. Das ist für mich die Lebensqualität, die Wien ausmacht.

Peter: Ich könnte jetzt sagen, dass ich die Vielfalt zu schätzen weiß und dass man unheimlich viel erleben und machen kann – und das stimmt auch. Aber das kann man in vermutlich vielen anderen Städten auch. Was für mich die Stadt zu etwas Besonderem macht, ist: wenn du mal einen schlechten Tag hast, dir alles auf die Nerven geht und du einfach rumraunzen willst, brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Zu 90 % machen die Leute um dich herum einfach mit, weils zum guten Wiener Ton gehört. Und trotzdem geht’s uns allen hier wirklich extrem gut und das ist vielleicht einfach das Markenzeichen der Wiener, das so zu zeigen.

Euer ganz besonderer Tipp in Wien?

Hannah: Ich liebe das Vindobona. Nicht nur, dass es hier bis 23 Uhr Frühstück gibt – im Sommer kann man hier auch vor dem Café auf dem Wallensteinplatz sitzen und das Treiben beobachten. Egal ob bei einem Café Latte oder einen Aperol Spritz, ob mit der Familie oder auf ein spontanes Meeting: das Vindobona ist mein „Geheim“tipp! Aber auch das Hacienda Ephemer ist nicht zu verachten, praktischerweise ist es gleich ums Eck vom Vindobona.

Peter: Nachdem ich in Gerasdorf aufgewachsen und danach quasi nur über die Stadtgrenze nach Floridsdorf gezogen bin, kommt mein Tipp aus der Vorstadt: Wenn ihr mal raus ins Freie und vielleicht auch bei einem Heurigen vorbeischauen wollt, dann empfehle ich ganz klar die Route zu Fuß von Stammersdorf über die Weinfelder hinauf auf den Bisamberg. (Geheimtipp: Nicht über die Kellergasse, sondern “In den Gabrissen”.) Am allerschönsten ist es ja im Sommer mit der Vespa hinauf, das geht aber leider nicht immer.

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Fotocredits: Marlene Winter

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