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„Die Authentizität, in der sich Momente des Lebens für die Ewigkeit einfangen und festhalten lassen“, ist für Fotografin Janet Efrati das, was ihren Beruf so spannend macht. Wir von VIENNARAMA hatten viele Fragen an Janet, die sie uns kurzerhand auch alle beantwortet hat! Hier gibt’s mehr:

 

Wusstest du schon immer, dass du Fotografin werden willst? Welche Ausbildung hast du gemacht?

Zunächst einmal möchte ich mich für das Interview bei VIENNARAMA bedanken, da ich dadurch die Möglichkeit habe, mich und meine Arbeit vorzustellen. Zu deinen Fragen: Ich wusste nicht von Anfang an, dass ich Fotografin werden will und habe Betriebswirtschaft sowie IT studiert. Eigentlich bin ich ja Datenbank-Programmiererin von Beruf und habe diesen auch 15 Jahre ausgeübt.

Du hast zuerst gemalt, bevor du angefangen hast, zu fotografieren. Wie ist es zum Wechsel  gekommen – gab es ein bestimmtes Schlüsselerlebnis?

Ich habe mit Acryl-Malerei begonnen und einige Zeit später meine Fotos dazu benutzt, um diese nachzumalen. Nach und nach gefiel mir die schnelle Umsetzung und so kam es zum Übergang von der Malerei zur Fotografie. Da ich das Malen leidenschaftlich gerne mache, habe ich einfach beides verbunden und daraus meinen eigenen Stil kreiert im Genre der konzeptuellen Fotografie. Ich male dabei digital auf den Fotos.

Superman

„Conceptual Photography is a symbiosis between an idea, fantasy with traces of reality…“ – was ist das Herausfordernde daran?

Mit der „Conceptual Photography“ bzw. „konzeptuellen Fotografie“ kann ich eine visuelle Geschichte gestalten, indem ich das Original-Foto bemale und Objekte sowie Hintergründe hinzufüge. Es sind mir dabei keine Grenzen gesetzt und zusammen mit der fotografierten Person können wir uns sozusagen total austoben.

Dein Spezialgebiet sind Kinder-, Schwangerschafts- und Familienfotografie – wieso hast du dich für diese Gebiete entschieden? Was macht diese Bilder für dich so spannend?

Hier muss ich korrigieren. Bevor ich mich der konzeptuellen Kunstfotografie zugewandt habe, habe ich viele Schwangerschafts- und Newborn-Shootings gemacht. Mittlerweile arbeite ich kaum mehr in diesem Bereich. Da ich selbst dreifache Mutter bin, finde ich, dass die spannendste und schönste Zeit einer Frau die Schwangerschaft ist. Der Körper verändert sich, die Frau erstrahlt in ihrer Weiblichkeit, ihr stolzer Partner verstärkt dieses Bild in den Shootings, die Dynamik und Liebe ist einfach so schön auf den Fotos zu sehen. Newborn mache ich besonders gerne, weil Babies sich so schnell verändern und so schnell wachsen und mit den Fotos kann man diese unbeschreiblich schöne Zeit festhalten.

Kind_Mütze

Was ist dir in der Zusammenarbeit mit deinen KlientInnen besonders wichtig?

Offenheit und Spontaneität. Beim Shooting nehmen die Dinge ihren natürlichen Lauf. Ich versuche, die Leute so wenig wie möglich zu inszenieren, sondern will ihre Persönlichkeit und ihr Miteinander einfangen. Ich würde bei einem Shooting beispielsweise nicht sagen: „So, nun leg deine Hand um ihre Schulter und lächelt mich beide an…“. Das würden sie ja im echten Leben auch nicht machen und es wäre künstlich. Bei den Shootings wird viel gelacht, bei guter Musik sind alle entspannt, und das sieht man den Fotos auch an – sie werden authentisch und fantastisch!

Gibt es ein Shooting, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Mein erstes konzeptuelles Shooting kann ich hier nennen. Das hatte ich schon eine Zeit lang im Kopf und so ist das „Superman“-Bild entstanden. Es dauerte fast 4-5 Stunden und ich hatte mehr als 700 Fotos. Nach diesem Shooting wusste ich sofort, dass ich nur mehr konzeptuelle Fotografie und Fantasy-Shootings machen will. Ich nannte diese Art „Kunstfotografie“, weil es weitaus mehr als nur Fotografie ist. Es ist eine ganze Geschichte.

Mann_Whiskey

Was muss passieren, dass du aus deinem Studio gehst und sagst: „Das war ein guter Tag“?

Eine einfache Antwort gibt es hier nicht. Sondern zwei:

1: Ich verlasse mein Studio nicht, bevor ich das habe, was ich an Fotomaterial brauche, damit der Kunde vor Freude und Begeisterung in die Luft springt, sobald er das Resultat sieht.

2: Daher ist jeder Tag, den ich im Studio verbringe und das machen kann, was ich liebe, wo ich mich in meiner Kreativität ausleben darf, ein wunderbarer Tag!

Aber Bilder sagen mehr als Worte! Kommt doch zu meiner Ausstellung im Club Alpha am Dienstag, 4. September 2018. Beginn ist um 19 Uhr. Dort seht ihr viele meiner Werke und könnt mich persönlich ansprechen, wenn ihr euch für ein Shooting oder Bild interessiert. Ich freue mich euch dort kennenlernen zu können.

Mehr Informationen zu Janet Efratis Arbeit findet ihr auf der Website der Fotografin, auf Facebook und Instagram.

Alle Infos zur Ausstellung auf einen Blick: 

4. September 2018, 19.00 Uhr

Club Galerie Alpha

Stubenbastei 12/14,

1010 Wien

 

Fotocredits: Janet Efrati

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