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Am 27. und 28. September fand der traditionelle Wiener Weinwandertag statt. An einem Wochenende im Jahr lassen sich einzigartige Weinwanderwege erkunden, die sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind. VIENNARAMA hat sich auf eine Wein- und Schmankerltour durch die Wiener Weingärten begeben.

Das Wetter meint es gut mit den Besuchern des achten Wiener Weinwandertages. Zumindest am zweiten Tag des Wiener Weinwander-Wochenendes herrscht strahlend blauer Himmel und ein perfektes Spätsommerwetter. Wie gemacht für eine Wanderung durch die Weinberge. Wir haben uns für die Route im 19. Bezirk entschieden, eine von den insgesamt drei Weinwanderrouten, die auch durch Stammersdorf und – seit heuer neu – durch Ottakring führen. Was viele nicht wissen: Mit 700 Hektar Weinbaugebiet hat Wien die weltweit größte Weinanbaufläche einer Großstadt! Beim diesjährigen Weinwandertag haben insgesamt 29 Wiener Weinbaubetriebe und drei Weinbauvereine ihre Weine und kulinarischen Leckerbissen angeboten.

Edle Tropfen bei einmaligem PanoramaWiener Weinwandertag

Vom beschaulichen Neustift am Walde geht es bewaffnet mit einem Wanderplan los auf die 10,8 km lange Route durch die Weingärten im 19. Bezirk. Über Sievering führt der Weg zum „am Himmel“ und der steile Aufstieg gleich zu Beginn macht sich spätestens hier oben bezahlt. Die Aussicht über Wien ist jetzt schon spektakulär. Doch mehr als ein erstes Gläschen Sturm ist nicht drin, schließlich warten noch über 8 km Weinwanderweg darauf, entdeckt zu werden. Angesichts der vielen Labesstationen, die alle paar hundert Meter am Wegrand warten, könnte dies auch zu einer Tagesaufgabe werden. Doch der Stempelpass in unserer Weinwanderkarte motiviert uns – ab dem 3. Stempel erhält man eine Anstecknadel und die wollen wir uns natürlich ehrlich verdienen.

Wiener Gemischter SatzDie Strecke führt weiter zum Weingut Cobenzl, eine der größeren Stationen der Route. Die Stimmung bei dem 100-jährigen Weingut gleicht einem Kirtag. Musik, Lebkuchenherzen und Gummistiefel-Weitwurf sorgen für Unterhaltung. Wer es ruhiger mag, sollte aber weiterwandern – auf dem Weg zum Nussberg laden noch unzählige kleine Stationen inmitten der Weinreben und saftig grünen Spätsommerwiesen zum Verweilen ein. Wer keinen Platz mehr auf einer der Bierbänke oder Liegestühle bekommt, lässt sich einfach im Gras nieder und gönnt sich ein Achterl von einer der vielen Weinsorten. Eine besonders lange Tradition hat der Gemischte Wiener Satz, eine Kombination aus verschiedenen Sorten von Trauben, die bunt gemischt werden.

Der Wanderweg ist das Ziel

Vor der „Königsetappe“ von Grinzing bis nach Nussdorf muss es dann noch eine Stärkung sein. Bis zur nächsten Station ist es Gott sei Dank nicht weit – das Weingut Hengl-Haselbrunner ist der perfekte Ort für die nächste Pause. Bei Aufstrichbroten, frischem Kartoffelsalat, Schweinsbratenaufschnitt und hausgemachten Strudeln lässt sich die Weite der Wiener Weinberge bestaunen. Und obwohl ganz Wien auf die Idee gekommen scheint, an diesem Sonntag die Weinberge zu erkunden, ist es nie zu überfüllt. Für müde Wanderer gibt es immer wieder die Möglichkeit an einer Haltestelle dem Heurigenexpress zuzusteigen und so nur Teilstrecken zu begehen. Die Wege sind senioren- und kinderfreundlich, für Kinderwägen gibt es speziell gekennzeichnete Wegstrecken. So kommen an diesem Wochenende alle Generationen in den Genuss von einem Stückchen Wiener Wein- und Heurigenkultur.

VIENNARAMA-Fazit: Das Gute liegt oft sehr nah. Um tolle Weine und urige Heurige mitStärkung zwischen den Weinbergen wunderbarer Aussicht zu genießen, muss man nicht zwangsweise in die Bundesländer fahren. Die Wiener Weinbaugebiete sind vom Stadtgebiet aus in kurzer Zeit mit den Öffis erreichbar – so lässt sich ein gemütlicher Sonntagsausflug ganz ohne Auto und viel Aufwand mitten in Wien erleben. Tipp: Viele der Gastwirtschaften haben auch regulär unterm Jahr geöffnet. Der (Wein-)Berg ruft also schon nächstes Wochenende wieder!

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