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Heute haben wir eine ungewohnte Situation für euch und vor allem für uns. Denn VIENNARAMA-Gründerin Hannah wird zu ihrem neuen neuen Projekt, dem Printmagazin „social attitude“ von Kollegin Marlene interviewt. Ob die beiden die ungewohnte Situation gemeistert haben oder nicht, lest ihr auf VIENNARAMA.

Hannah, wir sind schon lange befreundet und arbeiten bei VIENNARAMA zusammen. Du bist aber momentan sehr mit deinem neuen Baby „social attitude“ beschäftigt. Erzähl uns ein bisschen mehr!

Dieses Jahr im März ist die erste Ausgabe von „social attitude“ erschienen. „social attitude“ ist ein Printmagazin, mit dem ich mir einen kleinen Lebenstraum erfüllt habe. Beziehungsweise einen großen (lacht). Nachdem ich bei der Social City Wien Erfahrungen gesammelt und mein Studium beendet habe, haben dann auf einmal Zeit, Ort und Thema gepasst. Ich habe in meiner Zeit so viele bewundernswerte Menschen im Sozialbereich kennengelernt, und deren Geschichten will ich einfach erzählen. Es klingt immer so pathetisch, wenn man es ausspricht, aber es ist einfach so: diese Menschen leisten eine unglaublich wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft – da müssen wir auch etwas zurückgeben. Und weil man ja immer das machen soll, was man kann, und ich frech behaupte, ich kann schreiben, ist das meine Art und Weise mich zu bedanken.

Wofür bedanken?

Dass es Menschen gibt, die ihren beruflichen Alltag einem sozialen Sinn widmen. Egal ob es Lehrer sind, die unsere Kinder, die nun mal unsere Zukunft sind, unterrichten, Sozialarbeiter, die oft den Ärmsten der Armen helfen, oder Pflegepersonal, das sich um unsere Großeltern kümmert – es ist nicht selbstverständlich, dass sich so viele Menschen diesen Berufen verschreiben und wir alle werden früher oder später auf ihre Hilfe angewiesen sein. Ich habe so viele Menschen kennengelernt, die ihren Job mit einer unglaublichen Hingabe machen. Das bewundere ich wirklich sehr.

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Was sieht dein weiterer Plan für „social attitude“ aus?

Unsere erste Ausgabe ist im März erschienen und war eine Art Test wie das Thema angenommen wird. Natürlich haben wir im Vorfeld mit Menschen aus der Szene gesprochen, aber dass wir so schönes Feedback bekommen, damit habe ich nicht gerechnet und das hat uns natürlich motiviert weiter daran zu arbeiten. Jetzt steht die zweite Ausgabe an – dafür müssen wir aber eine Finanzierung aufstellen. Die erste Ausgabe haben wir noch durch private Mittel bezahlt und jetzt versuchen wir es mit Crowdfunding, bei dem wir Leser und Unterstützer darum bitten, uns unter die Arme zu greifen. Falls wir es schaffen die zweite Ausgabe zu finanzieren, ist das Ziel dann, dass wir uns in Zukunft nachhaltig durch Inserate finanzieren können.

Wie kann man euch konkret unterstützen?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Die Idee beim Crowdfunden ist es, mit der Hilfe von vielen kleinen Beiträgen Großes zu erreichen. Man kann sich also schon jetzt ein Exemplar der zweiten Ausgabe sichern, ein Kartenset bestellen, oder wenn man an einer Kooperation interessiert ist, ein Inserat kaufen. Wenn man uns nicht finanziell unterstützen kann oder will, was natürlich auch legitim ist, freuen wir uns, wenn man unsere Kampagne online teilt und Freunden, Bekannten und Familie davon erzählt.

Gibt es eine Geschichte aus der ersten Ausgabe, die dich besonders berührt hat?

Eine konkrete Geschichte kann ich wirklich nicht auswählen, aber ich habe mich nach den Interviews gefragt: Was sind Charaktereigenschaften, die alle diese Menschen eint? Sie kommen alle aus verschiedenen Bereichen und haben andere Arbeitsschwerpunkte, aber was mich total für die Menschen, besonders jene die im ersten Heft vorkommen, eingenommen hat, ist, dass sie schlicht und einfach leiwand sind, aber es einem nicht unter die Nase reiben. Versteht man, was ich meine? (Lacht.) Also diese Menschen leisten jeden Tag Unglaubliches, aber erwarten dafür keinen Applaus, sondern sie machen es, weil es einfach das ist, was ihr Herz antreibt. Sehr selbstreflektiert, bodenständig, euphorisch und zielstrebig – das kann ich eigentlich über alle Interviewten sagen. Ich hatte wirklich große Freude bei den Interviews. Ich hoffe, sie können das auch behaupten (lacht).

Eine Frage muss ich dir innerhalb dieses Onlinemediums jetzt stellen – wieso bringt man im Jahr 2018 noch ein Printmedium heraus?

Ja, das klingt im ersten Moment vielleicht naiv. Aber ich finde, ein Magazin in Händen zu halten hat noch einmal eine ganz andere Wertigkeit. Ich liebe es einfach umzublättern, an den Seiten zu riechen und diese haptischen Sinneseindrücke. Natürlich finde ich es super, wenn ich Artikel online lesen kann – es gibt „social attitude“ ja auch als PDF online – aber Print ist nicht tot, davon bin ich überzeugt. Und das Feedback bestätigt mich auch darin! Gerade bei sozialen Themen finde ich es auch wichtig, sich die Zeit zu nehmen, hinzusetzen und die Geschichten bewusst zu lesen.

Mehr Infos gibt es auf der Website von social attitude oder direkt bei der Crowdfunding-Kampagne.

 

Fotocredits: Hannah & Renate Poppenwimmer

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