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Wiener Mut: VIELFALT FINDET STADT! – Mehr braucht es nicht, um VIENNARAMA neugierig zu machen. Gesucht werden Wiener, die das Miteinander in unserer Stadt bereichern – ob in Wirtschaft, Küche, Sport, Bühne, Wissenschaft oder Bildung. Wir haben bei Geschäftsführerin Meri Disoski genauer nachgefragt, was es mit dem Wiener Mut auf sich hat.

„Aus dem ‚Preis der Wiener Vielfalt‘ wurde ‚Wiener Mut‘, weil wir darauf aufmerksam machen wollen, dass es in unserer Stadt Mut zur Vielfalt braucht. Auch mit Blick auf die Wahlen im nächsten Jahr. Wien ist seit jeher eine vielfältige Stadt, was natürlich auch historisch bedingt ist. Schon immer haben viele verschiedene Kulturen und Sprachen in Wien zusammen gelebt. Obwohl diese Vielfalt schon längst Realität ist, ist sie in den Köpfen, vor allem auch in den Herzen vieler Menschen, noch nicht angekommen. Wir stellen uns mit ‚Wiener Mut‘ gezielt der Angst- und Panikmache vor ‚zu viel Vielfalt‘ und zeigen auf, dass Vielfalt etwas Schönes, Lustvolles und Bereicherndes ist“, verrät Meri Disoski über die Motivation, einen Preis wie „Wiener Mut“ ins Leben zu rufen.

Wien und seine mutigen Bewohner

Das Prinzip ist einfach. Nominiert werden kann jeder, der die Stadt durch sein Engagement bunter, internationaler und lebenswerter macht. Besonderes junge Menschen (Anm. Red.: ab 16 Jahren) sind aufgerufen, sich zu bewerben und ihre Ideen einzubringen. Im Fokus steht: Mit kreativen und ambitionierten Ideen Vielfalt leben und die Zukunft der Stadt mitgestalten. „Ich wünsche mir, dass sich noch viel mehr Wienerinnen und Wiener trauen, sich selbst zu bewerben oder jemanden, die/den sie kennen zu nominieren. Im Vorjahr bin ich mehrfach gefragt worden: ‚Macht es denn Sinn, wenn ich unser Projekt bewerbe? Wir sind ja nur eine Grätzel-Initiative?‘ Dabei leisten gerade diese kleinen Grätzel-Initiativen einen wichtigen Beitrag für ein respektvolles Miteinander, weil sie das Verständnis für das vermeintlich Fremde fördern“, beschreibt Meri Disoski ihre Erwartungen an die diesjährige Preisverleihung.

Wien, Wien, nur du allein….

Meri Disoski, Geschäftsfüherin des Verein „Wirtschaft für Integration“
Meri Disoski, Geschäftsführerin des Vereins „Wirtschaft für Integration“

Wirtschaft, Küche, Sport, Bühne, Wissenschaft oder Bildung. Das sind die sechs Kategorien, in denen mutige Wiener gesucht werden. Nominieren kann jeder. Aus allen Nominierungen und Bewerbungen wählt dann eine Fachjury die Gewinner aus. Die PreisträgerInnen von „Wiener Mut“ werden bei einer feierlichen Preisverleihung am 21.Oktober 2014 bekannt gegeben und dürfen sich über 2000 € Preisgeld freuen.

Wir alle, die Wienerinnen und Wiener, machen unsere Stadt vielfältig und bunt!

Vielfalt ist ein oft gebrauchtes Wort. Was sagt ein Profi – was können wir im täglichen Leben um Vielfalt hochleben zu lassen? „Ich denke, dass wir die Vielfalt im Alltag hochleben lassen können, in dem wir ihr offen und im positiven Sinn neugierig begegnen. So kann ich mich beispielsweise dazu entscheiden, die in Wien vertretenen Kulturen über ihre kulinarische, musikalische oder kulturelle Traditionen kennen zu lernen und die Vielfalt so in meinem Alltag mit Genuss und allen Sinnen zelebrieren.“

Doch Meri Disoski sieht auch Optimierungspotenzial: „Nachholbedarf sehe ich in der öffentlichen Sichtbarkeit dieser Vielfalt, beispielsweise in der Politik oder auch in öffentlichen Institutionen, wo Menschen mit Migrationshintergrund immer noch eher eine Ausnahme denn eine Selbstverständlichkeit sind. Die vor einigen Monaten sehr hitzig geführte Diskussion rund um die Frage, ob Türkisch ein Maturafach sein darf, hat gezeigt, dass bestimmte Debatten noch immer sehr emotional geführt werden. Dass noch immer sehr viele Vorurteile, Stereotypen und Klischees da sind, gegen die man ankämpfen muss. Hier ist noch viel zu tun!“

Einen wichtigen Schritt haben die InitiatorInnen und VeranstalterInnen des Vereins Wirtschaft für Integration und das ORF Landesstudio Wien mit „Wiener Mut“ bereits getan. Wir sind gespannt auf die Gewinner diesen Jahres. Die Veranstalter bestimmt auch.

Ausblick

Das letzte Wort überlassen wir aber Meri Disoski selbst: „Ich wünsche mir eine Stadt, in der die Vielfalt von der breiten Öffentlichkeit als etwas Positives und Bereicherndes wahrgenommen und wertgeschätzt wird. In der mit Angst- und Panikmache kein politisches Kapital geschlagen werden kann.

Auf einen Blick:

Bis 21.September 2014 besteht die Möglichkeit Personen, Initiativen und Projekte einzureichen.

Mehr Infos auf:  http://wienermut.at/

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