Draußen dämmert es langsam. Aber an der Angewandten brennt noch Licht. Stufe um Stufe geht es abwärts in die Tiefen des Kellers. Plötzlich überkommt einen der Schock. Da liegt eine Leiche! Na ja zumindest fast. Denn bis 30.April sind die unteren Kammern der Angewandten außer Betrieb.
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“Der Schnappschuss und sein Meister” tituliert der Pariser Kunsthistoriker Clement Cheroux die Biografie über Henri Cartier-Bresson (HCB). Ein Bündel unzähliger Zitate, Aphorismen, Texte und Fotografien formt die Lebensbiografie. Während sich die Kapitel der Fotografie und Technik des renommierten Fotografen widmen, erläutern Bildlegenden das Sujet. Die Gliederung des Buches scheint plausibel und das Hochglanzpapier belebt die Schwarz-Weiß Kompositionen. Die Kumulation unzähliger Fotografien ermöglicht dem Leser sich selbst ein Bild über Cartier-Bresson zu machen. Allerdings fehlt die Intimität mit dem Porträtierten und der Blick hinter das Objektiv. Denn der Leser muss sich mit einer heroischen Ikonisierung begnügen und kann nur skizzenhaft das Menschliche in Henri Cariter-Bresson erahnen.
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